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Russland und Aserbaidschan steigern Gaslieferungen 
Die russische Gazprom und die Staatliche Erdölgesellschaft SOCAR werden während des Besuchs des russischen Präsidenten in Baku ein Abkommen unterzeichnen, wonach die aserbaidschanischen Gaslieferungen an Russland zwischen 2011 und 2012 gesteigert werden sollen. Im Juni hatte Gazprom-CEO Alexei Miller hierzu erklärt, dass sein Konzern beabsichtige, soviel Gas von Aserbaidschan zu kaufen, wie dieses bereit sei zu liefern.
Die Gasexporte begannen am 01. Januar auf Grundlage eines Vertrags, den die Energieunternehmen im Oktober geschlossen hatten. Demnach sollen bis 2015 jährlich 500 Millionen Kubikmeter Gas geliefert werden mit einer Verlängerungsoption. Später haben die Vertragspartner beschlossen, die Lieferungen an Russland zunächst auf eine Milliarde Kubikmeter und 2011 auf zwei Milliarden Kubikmeter zu erhöhen.
SOCAR und OMV nehmen Gasverhandlungen für Nabucco auf 
Die
österreichische OMV AG, ein Mitglied des Nabucco Pipeline Projektes,
verhandelt derzeit mit der Staatlichen Erdölgesellschaft der Republik
Aserbaidschan (SOCAR) über Gaslieferungen via Nabucco. Nach Angaben des
Dow Jones Reports erklärte dies Reinhold Lopatka, Staatssekretär im
österreichischen Bundesministerium für Finanzen. Demnach sei Österreich
stark an Aserbaidschan als Gaslieferant im Projekt interessiert.
Verhandlungen zwischen OMV und SOCAR seien bereits aufgenommen worden.
Die
Nabucco Gaspipeline ist ein 7,9 Milliarden Euro Gemeinschaftsprojekt
von OMV (Österreich), MOL (Ungarn), Bulgargaz (Bulgarien), Transgaz
(Rumänien), Botas (Türkei) und RWE (Deutschland). Jeder
Projektteilnehmer hält 16,67 Prozent der Anteile. Das
Investitionsvolumen wird zu 30 Prozent durch das Betreiberkonsortium und
zu 70 Prozent durch Kredite aufgebracht.
Der Baubeginn des
Projekts ist für 2011 vorgesehen, wobei die erste Aufbaustufe bis 2014
fertiggestellt werden soll. Die jährliche Maximalkapazität der
Gasleitung wird 31 Milliarden Kubikmeter betragen.
Aserbaidschan ist Energiekernland 
Gegenüber dem türkischen Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Taner Yildiz, bezeichnete Thomas Goltz, Professor an der Universität von Montana, Aserbaidschan als Kernland für alle aktuellen und zukünftigen Energieprojekte in der Region. Während des Treffens der Gesprächspartner in Ankara erklärte Goltz weiter, dass auch die Türkei ein wichtiger Transportkorridor für Energieressourcen des Kaspischen Meeres in die Welt sei. So hat die Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline die Türkei ins internationale Blickfeld gerückt. Als weiteres wichtiges Energieprojekt wurde die Nabucco Erdgasleitung genannt. Die Gasexporte begannen am 01. Januar auf Grundlage eines Vertrags, den die Energieunternehmen im Oktober geschlossen hatten. Demnach sollen bis 2015 jährlich 500 Millionen Kubikmeter Gas geliefert werden mit einer Verlängerungsoption. Später haben die Vertragspartner beschlossen, die Lieferungen an Russland zunächst auf eine Milliarde Kubikmeter und 2011 auf zwei Milliarden Kubikmeter zu erhöhen.
Wettbewerbsfähigkeitsbericht sieht Aserbaidschan vor GUS-Nachbarn 
Im Global Competitiveness Report 2010/2011 des Weltwirtschaftsforums
belegt Aserbaidschan Rang 57. Der Index des Berichts misst die
Wettbewerbsfähigkeit von Ländern und Volkswirtschaften. Obwohl
Aserbaidschan gegenüber dem Vorjahresbericht sechs Plätze verloren hat,
rangiert es weiterhin vor den anderen GUS-Staaten. Die Ursache für den
Platzverlust ist darin begründet, dass die Anzahl der bewerteten Länder
von 133 auf 139 gestiegen ist und sich gleichzeitig einige
krisengeschüttelte Länder wie die Schweiz, Schweden oder Deutschland
erholt haben. Die aserbaidschanische Gesamtbewertung ist unverändert bei
4,3 geblieben.
GB ist Nr. 1 Investor in Aserbaidschan
Für den Zeitraum Januar bis Juli 2010 führt Großbritannien die Liste der ausländischen Investoren in Aserbaidschan an. Laut den Angaben des Staatlichen Statistikausschusses hat Großbritannien in dieser Zeit 505.038,8 Manat in die aserbaidschanische Wirtschaft investiert. Dies entspricht einem Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Den zweiten Platz belegen die USA (223.960,6 Manat), gefolgt von Japan (117.157,8 Manat) und Norwegen (72.643,6 Manat). Dabei beläuft sich die Gesamtsumme der ausländischen Investitionen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres auf 1.103,1 Millionen Manat. Im Vergleich zu den Monaten Januar bis Juli 2009 stellt diese Summe einen Zuwachs von 31,5 Prozent dar.
EU unterstützt WHO-Beitritt Aserbaidschans 
Anlässlich der WHO-Beitrittsbemühungen Aserbaidschans hat in Baku eine Konferenz stattgefunden, die den teilnehmenden Handelsexperten, Volkswirten, Geschäftsleuten und Volksvertretern die Möglichkeit bot, den aktuellen Stand der Verhandlungen zu verfolgen und die Herausforderungen und Chancen für Aserbaidschan zu diskutieren. Organisiert wurde die Veranstaltung von der EU-Delegation für Aserbaidschan in Zusammenarbeit mit dem aserbaidschanischen Nationalkomitee für Europäische Integration (ANCEI).
Roland Kobia, Botschafter und Chef der Kommission der Europäischen Delegation, führte aus, dass der Nutzen durch die Veränderungen der Legislative, der Politik und der institutionellen Gegebenheiten, die eine Mitgliedschaft bei der Welthandelsorganisation mit sich bringe, immens seien. „Die notwendigen Reformen im Beitrittsprozess eröffnen dem Land enorme wirtschaftliche Vorteile, die mit den Bestrebungen der Modernisierung und Diversifizierung Aserbaidschans Hand in Hand gehen. Die EU misst den WHO-Bemühungen des Landes große Bedeutung bei“, so Kobia. Die Welthandelsorganisation sei ein multilaterales Handelssystem, das seinen Mitgliedern die Weltmärkte öffne, zu mehr Handel verhelfe, Jobs schaffe, zu günstigeren und qualitativ hochwertigeren Produkte führe und nachhaltiges Wirtschaftswachstum generiere.
Weiterhin erklärte Kobia, dass die Östliche Partnerschaft der EU mit sechs Partnerländern, darunter Aserbaidschan, neue Perspektiven für die wirtschaftliche Integration Aserbaidschans in die EU bringe, insbesondere durch die neuen Assoziierungsabkommen sowie tiefen und umfassenden Freihandelsabkommen. Die EU sei bereit, dem Land die nötige Unterstützung zu geben.
Aserbaidschan führend bei ausländischen pro-Kopf-Investitionen 
Minister für wirtschaftliche Entwicklung der Republik Aserbaidschan Shahin Mustafayev erklärte während der Eröffnung der aserbaidschanischen Nationalausstellung in Tashkent, dass seit der Unabhängigkeit des Landes rund 90 Milliarden Dollar in Aserbaidschan investiert worden sind. Davon entfallen 50 Prozent auf ausländische Investoren. Dieser Umstand sei dem günstigen Investitionsklima geschuldet.
Weiterhin sagte Mustafayev: „Aserbaidschan ist eines der führenden Länder in der GUS und Osteuropa in Bezug auf ausländische pro-Kopf-Investitionen. Darüber hinaus investiert es heute selbst aktiv im Ausland.“ Die weltweite Finanzkrise hat nur geringe Auswirkungen auf die aserbaidschanische Wirtschaft gehabt. So betrug das BIP-Wachstum in 2009 9,3 Prozent.
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