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Oktober 2011

Deutsch - Aserbaidschanische Arbeitsgruppe tagt in Berlin

Die hochrangige Deutsch-Aserbaidschanische Arbeitsgruppe „Handel und Investitionen“ hat erstmalig in Berlin getagt. Im Rahmen dieser Tagung betonte Staatssekretär Samir Valiyev die wirtschaftlichen Reformen und Errungenschaften sowie das günstige Investitionsklima Aserbaidschans.

Auf der Agenda standen auch die Gründung einer Deutsch-Aserbaidschanischen Handelskammer, die Errichtung eines bilateralen Wirtschaftsforums in Berlin sowie eine engere Zusammenarbeit in dem Bereich der alternativen Energiequellen.


Staatssekretär Peter Bleser eröffnet erstes Twinning-Landwirtschaftsprojekt in Aserbaidschan

 
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium,  Peter Bleser, hat während seiner Aserbaidschanreise (13. bis 15. Oktober 2011) das erste Twinning-Landwirtschaftsprojekt zwischen Deutschland und Aserbaidschan mit dem Titel "Verbesserung der beruflichen Erstausbildung in der Landwirtschaft in der Republik Aserbaidschan" in Baku eröffnet.
Das Projekt ist zugleich das erste Behördenpartnerschaftsprojekt des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zum Thema landwirtschaftliche Berufsausbildung. "Eine gute landwirtschaftliche Ausbildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche und nachhaltige Agrarwirtschaft. Investitionen in die Ausbildung sind Investitionen in die Zukunft", sagte Bleser. Das 21-monatige Projekt werde auch zur Vertiefung der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft und Bildung beitragen, so der Parlamentarische Staatssekretär weiter.

Die Partner auf aserbaidschanischer Seite sind neben dem Bildungsministerium auch das Landwirtschaftsministerium und die Agraruniversität in Ganja. Ziel des Projekts ist die Einleitung einer Neuausrichtung der Berufsausbildung in Aserbaidschan am Beispiel des Landwirtschaftssektors. Im Ergebnis soll die Berufsbildung entsprechend der Systematik des Europäischen Qualifizierungsrahmens (EQF) für lebenslanges Lernen ausgerichtet werden. Gleichzeitig soll die Modernisierung der beruflichen Agrarausbildung zum Aufbau einer ökonomisch effizienten und sowohl ökologisch als auch sozial ausgerichteten Agrarwirtschaft in Aserbaidschan beitragen. Bei den Aktivitäten des Projektes geht es deshalb sowohl um die Neugestaltung der gesetzlichen Grundlagen für die berufliche Bildung als auch um die Definition moderner Ausbildungsstandards und die Entwicklung entsprechender Lehrpläne und Lehrmaterialien. Die beispielhafte Umsetzung neuer Ausbildungsgänge erfolgt in ausgewählten Pilotschulen in Aserbaidschan mit Hilfe der im Projekt fachlich fortgebildeten Lehrkräfte. Zur Absicherung des Projekterfolgs sind Schulpartnerschaften mit europäischen Berufsschulen vorgesehen.
Projektleiter ist der seit vielen Jahren in der aserbaidschanischen Agrarbildung engagierte Prof. Dr. Herbert Ströbel von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Langzeitexperte ist Rüdiger Heining, der für die Dauer des Projekts im aserbaidschanischen Bildungsministerium tätig sein wird. Daneben werden verschiedene international erfahrene Mitarbeiter aus dem Bereich der agrarischen Berufsbildung die Umsetzung des Projekts unterstützen. Für das Twinning-Projekt hat die EU insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, eine zusätzliche Kofinanzierung wird von der aserbaidschanischen Seite eingebracht.


Bayern bekundet Interesse an handelswirtschaftlichen Beziehungen zu Aserbaidschan

Im Rahmen des 2. Aserbaidschanisch-Bayerischen Wirtschaftsforums in Baku erklärte Dr. Ulrike Wolf, Vertreterin des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, dass Bayern die Entwicklung Aserbaidschans aufmerksam verfolge. So habe das Land sein BIP seit 2003 verdoppeln können. „Wahrscheinlich ist die aserbaidschanische Wirtschaft das weltweit einzige Beispiel für solch hohe Entwicklungswerte“, betonte Wolf.
Wolf zufolge hat sich die Bayerische Landesregierung gegen Atomenergie ausgesprochen und möchte stattdessen den Einsatz anderer Energiequellen verstärken. Aserbaidschan sei ein Land mit reichen Energievorkommen. Und mit dem Einsatz moderne Technologien deutscher Unternehmen könne gemeinsam ein erfolgreicher Entwicklungsprozess im Energiesektor aufgenommen werden.

Nach den Angaben von Zaur Gasimov, Leiter der Abteilung für Unternehmertum im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung der Republik Aserbaidschan, haben Aserbaidschan und Deutschland in den ersten acht Monaten dieses Jahren Waren im Wert von 804 Millionen US-Dollar gehandelt.


Verhandlungen zu Transkaspischer Gasleitung aufgenommen

 Die Europäische Union, Aserbaidschan und Turkmenistan haben die Verhandlungen über die gesetzliche Grundlage der Transkaspischen Gaspipeline aufgenommen. Das erste Treffen hierzu fand Mitte Oktober in Brüssel statt. Das Mandat über die Verhandlungen war bereits am 07. September vergeben worden.

Die Transkaspische Gasleitung soll die aserbaidschanischen und turkmenischen Gasquellen im Kaspischen Meer verbinden und den Export über Aserbaidschan nach Europa ermöglichen. Die erwartet jährliche Kapazität über die Route Tengiz (Kasachstan) – -Turkmenbashi (Turkmenistan) – Baku (Aserbaidschan) – Tbilisi (Georgien) – Erzurum (Türkei) soll rund 20 – 30 Milliarden Kubikmeter Gas betragen. Die Kosten des Projektes werden auf 7,9 Milliarden Euro geschätzt.
Der russische Außenminister erklärte, dass die Umsetzung des Transkaspischen Projektes unmöglich sei, bis der gesetzliche Status des Kaspischen Meeres von fünf Anrainerstaaten bestätigt worden ist.


Azerigaz und E.ON unterzeichnen Absichtserklärung zu technisch-wirtschaftlicher Zusammenarbeit
 
Die Produktionsvereinigung „Azerigaz“ der Staatlichen Erdölgesellschaft Aserbaidschans und die E. On Ruhrgas AG haben eine Absichtserklärung über eine technisch - wirtschaftliche Kooperation unterzeichnet.
Ziel ist die Neugestaltung der Gasversorgung in Baku und Apscheron sowie die Verringerung der technischen Gasverluste. Das Vorhaben setzt die Einführung von europäischen Normen und Standards voraus. Das Projekt soll in den kommenden sechs Monaten vorbereitet werden.


Aserbaidschan und Weltbank unterzeichnen Vereinbarung zu Wassernutzerverband
 
Die aserbaidschanische Regierung und die Weltbank schlossen am 25. Oktober eine Kreditvereinbarung über 76,8 Millionen Dollar zur Gründung eines Wassernutzerverbandes. Die Unterlagen wurden von Finanzminister Samir Scharifov, dem Vorsitzenden der Aktiengesellschaft für Melioration und Wasserwirtschaft Ahmed Ahmedzade sowie dem Weltbankvertreter für Aserbaidschan Joseph Owen unterzeichnet.

Der Gesamtwert des Projektes beläuft sich auf 114,3 Millionen Dollar, davon stammen 34,3 Millionen Dollar von einem staatlichen Zuschuss.

Es wird erwartet, dass dieses Projekt die Leistungsfähigkeit von 760.000 Kleinbetrieben in 72 Rayons Aserbaidschans erhöhen wird.

Insgesamt werden 379 Verbände dieses Projekt für die Verbesserung der Wasserversorgung unterstützen.


Gründung von Großbetrieben für 2012 vorgesehen

Wie Landwirtschaftsminister Ismet  Abasov erklärte, soll der erste landwirtschaftliche Großbetrieb in Aserbaidschan im kommenden Jahr entstehen. „Das Thema steht auf unserer Agenda“, so der Minister. Zur Umsetzung des Projektes würden verschiedene Ministerien, Kommunen sowie weitere staatliche Stellen zusammenarbeiten.

Die Überlegungen sind dahingehend ausgelegt, dass zukünftig Großbetriebe mit einer bewirtschafteten Fläche von bis zu 100.000 Hektar errichtet werden sollen. Der Regierungsausschuss für Boden und Kartographie bewerten momentan die Effektivität der potentiellen Böden und wird nach Abschluss der Studien das Thema auf Regierungsebene diskutieren.


Aserbaidschan präsentiert sich auf der Anuga 2011 in Köln
 
Als weltweit wichtigste Food & Beverage-Messe erfährt die Anuga sowohl auf Aussteller- als auch auf Besucherseite höchste Aufmerksamkeit und Akzeptanz. Sie ist eine reine Fachmesse und vereint mit einer hohen Besucherqualität zugleich einzelne 10 Fachmessen.
 
Aserbaidschan nimmt erstmals an der Messe teil und stellt die beliebtesten nationalen Nahrungsmittel vor. Daneben ist das Land in diesem Jahr mit sechs Unternehmen bei der „Grünen Woche“ vertreten.

 
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