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November 2011

Nichtölproduktion trägt knapp 50% zu BIP bei

Der Anteil des Nichtölsektors am aserbaidschanischen BIP ist in den vergangenen fünf Jahren von 40,7 auf 44,4 Prozent gestiegen. Dies erklärte Minister für wirtschaftliche Entwicklung Shahin Mustafayev im Rahmen der internationalen Konferenz: 20 Jahre Unabhängigkeit – Erfolge und Herausforderungen im fortschrittlichen, gleichberechtigten und dynamischen Nation-Building.
„Die strategischen Devisenreserven des Landes übersteigen das Volumen der Auslandsverschuldung um mehr als das 8-Fache und beträgt über 40 Milliarden US-Dollar“, so Mustafayev weiter. Insbesondere die Landwirtschaftsproduktion sei in den letzten sieben Jahre gestiegen.


Route für aserbaidschanisches Gas soll Anfang 2012 bestimmt werden

Wie Rovnag Abdullayev, Geschäftsführer der Staatlichen  Erdölgesellschaft der Republik Aserbaidschan (SOCAR), gegenüber Journalisten erklärte, könnte sich die Entscheidung über die Gastransportwege nach Europa noch bis zum Ende des ersten Quartals 2012 hinziehen. Aktuell steht die Entscheidung noch aus. Sollte bis Ende des Jahres keine Einigung erzielt werden, kann erst im neuen Jahr mit Ergebnissen gerechnet werden. Das Entwicklungskonsortium des Shah-Deniz-Gasfelds sichtet aktuell verschiedene Vorschläge für den Südlichen Gaskorridor. Der Südliche Korridor ist ein priorisiertes EU-Energieprojekt, das die Energieversorgungsrouten und -quellen diversifizieren soll. Der Korridor umfasst die Nabucco-Gasleitung, TAP und ITGI (Türkei- Griechenland-Italien).


RWE setzt auf zeitnahe Entscheidung vom Shah-Deniz-Konsortium

Wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, hofft die deutsche RWE als eine Teilhaberin der Nabucco-Gasleitung, auf eine schnelle  Entscheidung in Bezug auf das Shah-Deniz-Feld. „Es muss eine Entscheidung gefällt werden, um weitere Kosten und ein Scheitern der Inbetriebnahme der Gasleitung zu verhindern,“ sagte RWE-Vorstandsmitglied Leonhard Birnbaum. Das Gas aus dem Shah-Deniz-Feld gilt als die Hauptquelle für den Südlichen Gaskorridor (Nabucco, TAP, ITGI) nach Europa.


Standard & Poor's gibt SOCAR „BB“

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat der Staatlichen Erdölgesellschaft der Republik Aserbaidschan (SOCAR) die Bewertung „BB“ positiv verliehen. Die SOCAR hat sich um ihre Schlüsselrolle in der Ölförderung, Steuerentrichtung und Beschäftigung in Aserbaidschan verdient gemacht. Sie erhielt ein „faires“ Geschäftsrisiko-Profil und ein „signifikantes“ Finanzrisiko-Profil. Es wurde darauf verwiesen, dass die Gesellschaft in der Ölexploration und -förderung im AzVeri-Chirag-Guneshli-Feld und im Shah-Deniz-Feld aktiv ist.
 
Der Bericht erklärt, dass die SOCAR auch staatlichen Rückhalt benötigt, um die Ölproduktion noch weiter voranzubringen und neue Vermögenswerte zu erwerben. Momentan unterstützt die Regierung das Unternehmen angemessen. Weiterhin heißt es, dass der positive Trend der SOCAR die positive Entwicklung in Aserbaidschan insgesamt widerspiegelt. Bei der Entscheidung war das Länderrating auch ein wichtiger Faktor für die Bewertung der SOCAR. Die Methodik besagt, dass die Unternehmensbewertung steigt, wenn die Länderbewertung steigt. Gleichzeitig verbessert das Upgrade der SOCAR-Bewertung die Kreditkapazität des Unternehmens.


Aserbaidschan fördert Wasserkraft

 Nach ersten Kalkulationen entspricht das theoretische Wasserkraftpotenzial aller Flüsse Aserbaidschans 40 Milliarden Kilowattstunden, sagte die inländische Elektrizitätsgesellschaft Azerenergy. Insgesamt könnten rund 16 Milliarden Kilowattstunden davon genutzt werden.

So könnten kleine Wasserkraftwerke an zahlreichen Bergflüssen erbaut werden, um alternative und erneuerbare Energiequellen im Land zu erschließen. Eines dieser Kraftwerke ist Gusar-1. Die Bauarbeiten am Jagar Jibir in der Nähe des Dorfes Urwa laufen derzeit noch. Die Gesamtkapazität des Kraftwerkes wird rund ein Megawatt umfassen. Dabei muss die Wassergeschwindigkeit 3,5 Kubikmeter pro Sekunde betragen, um Elektrizität erzeugen zu können.
Das Kraftwerk wird Urwa und die umliegenden Gebiete mit Storm versorgen.


Aserbaidschan wird UNWTO-Vorsitzland

 Im Rahmen der 19. Vollversammlung der Welttourismusorganisation (UNWTO), die in Gyeogju (Südkorea) stattfand, wurde Aserbaidschan zu einem Vorsitzland gewählt. Der Titel der diesjährigen Veranstaltung lautete: Nachhaltiger Tourismus. Zu den zentralen Themen der Versammlung zählten unter anderem die Entwicklung der Tourismusbranche, die Steigerung des Wirtschaftswachstums sowie die Unterstützung des Friedensprozesses. Bei seiner Eröffnungsrede erklärte der UNWTO-Generalsekretär, „dass der Tourismus eine wichtige Rolle bei der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltig spielt.“
Die aserbaidschanische Delegation war unter der Leitung des ersten stellvertretenden Ministers für Kultur und Tourismus Vagif Aliyev gereist.


Aserbaidschan und Welttourismusorganisation intensivieren Beziehungen

Am 15. November hat ein Treffen zwischen dem Minister für Kultur und Tourismus Abulfas Garayev und dem Generalsekretär der Welttourismusorganisation Taleb Rafai stattgefunden.

Garayev informierte den Gast über die touristischen Möglichkeiten des Landes. Es wurde beiderseitig betont, dass die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und der Welttourismusorganisation (UNWTO) nach dem Treffen gestärkt werden sollen.

Rafai unterstrich die Entwicklung der Tourismusbranache in Aserbaidschan und sagte, dass Aserbaidschan gemessen an der Zahl der Touristen in der ersten Jahreshälfte im Ländervergleich gut abschneide. In diesem Zusammenhang sei die Ausbildung von qualifiziertem Personal von besonderer Bedeutung. Hier wurde die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs in Betracht gezogen.


Aserbaidschan plant Kauf von Hochgeschwindigkeitszügen


 Wie Nadir Azmammadov, Sprecher der aserbaidschanischen Bahngesellschaft, erklärte, soll die inländische Bahnflotte modernisiert werden, um internationalen Standards zu entsprechen. Die bisherigen Bahnen seien veraltet und müssten gegen Hochgeschwindigkeitszüge ersetzt werden. Das Staatliche Programm zur Entwicklung des Bahnsystems in Aserbaidschan 2010-2014 sieht vor, rund 50 Lokomotiven, 25 Personenzüge und 300 Schienenfahrzeuge zu beschaffen.
Die Bahn sei bereits dabei, Vorbereitungen zu treffen. So sei im Juni dieses Jahres mit dem Bau einer 317-Kilometer-langen Bahnstrecke Baku-Boyuk-Kyasik begonnen worden. Die Arbeiten sollen spätestens 2014 abgeschlossen sein. Man sei jedoch bemüht, noch vor dem Zeitplan fertig zu sein. Danach soll die Höchstgeschwindigkeit der Züge von heute 50-80 km/h auf 140 km/h gesteigert werden, betonte Azmammadov.


IDEA startet Baumpflanzkampagne


 Der Internationale Dialog für Umweltschutz (IDEA) hat die erste Baumpflanzaktion in Aserbaidschan initiiert. Vertreter verschiedener Jugendorganisationen pflanzten auf einer Strecke von 17Km entlang der Zikh-Autobahn mehr als 20.000 Bäume. Im Rahmen der Kampagne sollen insgesamt 300.000 Bäume bis zum UN-Umweltgipfel Rio+20 gesetzt werden.

Der IDEA wurde von Leyla Aliyeva, der Vizepräsidentin der Heydar-Aliyev-Stiftung, ins Leben gerufen.

 
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