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Aserbaidschans Wirtschaftsposition führend im Südkaukasus
Wie Minister für wirtschaftliche Entwicklung Shahin Mustafayev mitteilte, machte der Anteil der aserbaidschanischen Wirtschaft an der Gesamtwirtschaft im Südkaukasus in der ersten Jahreshälfte 83 Prozent aus. So betrage das aserbaidschanische BIP 28,4 Milliarden US-Dollar und der Nichtölsektor allein sei höher als das BIP von Georgien (3,5 Milliarden US-Dollar) und Armenien (2,2 Milliarden US-Dollar) zusammen.
Der Minister erklärte weiterhin, dass der Nichtölsektor Aserbaidschans im Zeitraum Januar bis August 2011 um 8,5 Prozent gewachsen sei. Der Außenhandelsumsatz stieg um 32 Prozent auf 24 Milliarden US-Dollar, wobei Waren im Wert von 18 Milliarden US-Dollar exportiert wurden. „Diese Entwicklung lässt sich in allen Wirtschaftsbereichen des Landes beobachten und zeigt sich auch darin, dass Forbes das Wirtschaftsklima in Aserbaidschan als die Nummer 1 innerhalb der GUS-Staaten bewertet“, so Mustafayev weiter.
Das Wachstum im Nichtölsektor des Landes zeigt sich etwa in der Industrie (107 Prozent), der Weberei (114,7 Prozent), der Holzwirtschaft (111,6 Prozent), in der Papier- und Pappindustrie (130,5 Prozent), der Chemieindustrie (153,2 Prozent) sowie in der Elektroindustrie.
Investitionen in Aserbaidschans übersteigen 100 Mrd. US-Dollar
Wie Wirtschaftsminister Shahin Mustafayev erklärte, übersteigen die Investitionen in die aserbaidschanische Wirtschaft 100 Milliarden US-Dollar. Rund die Hälfte der Investitionen sei ausländisches Kapital. Ein Großteil des Geldes wurde in den Energiesektor geleitet.
Platz 55 für Aserbaidschan im Global Competitiveness Report 2011/2012
Der Global Competitiveness Report bemisst die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften und dokumentiert die Versuche von politischen Entscheidungsträgern, die Herausforderungen einer immer komplexer werdenden weltweiten Wirtschaftsverflechtung zu meistern und dabei die heimische Ökonomie weiter voranzubringen.
Im diesjährigen Report führt die Schweiz das Ranking an. Auf Platz 2 folgt Singapur, das damit Schweden den Rang abgelaufen hat. Insgesamt dominieren die nord- und westeuropäischen Länder die Top-10: Schweden (3.), Finnland (4.), Deutschland (6.), die Niederlande (7.), Dänemark (8.) und Großbritannien (10.). Mit Platz 9 bleibt Japan die Nummer 2 in Asien, obgleich es im Vergleich zum vergangenen Jahr drei Plätze verloren hat.
Innerhalb der post-sowjetischen Staaten belegen Estland Rang 33, Litauen Rang 44, Russland Rang 66, Kasachstan 72 sowie die Ukraine Rang 82.
Platz 8 bei IT-Index 2011 für Aserbaidschan
Wie das Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie mitteilt, belegt Aserbaidschan Platz 8 innerhalb der osteuropäischen Staaten gemäß des IT-Wettbewerbsfähigkeits-Index 2011. Die Studie wurde von der Economist Intelligence Analytical Agency mit Unterstützung der Business Software Alliance, ein internationaler Interessenverband von Softwareanbietern, herausgegeben.
Der Index vergleicht die Indikatoren von 66 Ländern, die sich größtenteils auf den IT-Sektor beziehen, darunter das Geschäftsklima, die Infrastruktur, die Humanressourcen, die Forschung, den rechtlichen Rahmen und die öffentliche Akzeptanz.
Zu den Spitzenländern zählen Rumänien, Kroatien, Litauen, Bulgarien und Russland.
Aserbaidschans Exportkapazitäten von Gas steigen zunehmend
Während der Internationalen Gaskonferenz der kaspischen Staaten 2011 in Baku erklärte SOCAR-Präsident Rovnag Abdullayev, dass Aserbaidschan in der Lage ist, zwei Milliarden Kubikmeter Gas jährlich nach Europa zu exportieren. Im Jahr 2017 oder 2018 könnten es bereits 10 Milliarden Kubikmeter sein.
„Wir hoffen, dass die Gespräche mit der Türkei erfolgreich verlaufen und der Weg für aserbaidschanisches Gas nach Europa geebnet wird“, betonte Abdullayev. Heute beliefert Aserbaidschan bereits den Iran, Georgien, die Türkei, Russland und Griechenland mit Gas. Mit seinen reichen Vorkommen wird die Bedeutung Aserbaidschans für die europäische Energiesicherheit zunehmend wichtiger. Dabei setzt das Land auf eine Diversifizierung der Transportwege. Beispiele hierfür seien die TAP, die ITGI und das Nabucco-Projekt, so der SOCAR-Präsident weiter.
BTC von besonderer Bedeutung für weltweite Energiesicherheit
Aserbaidschan exportiert Rohöl und Ölprodukte in über 33 Länder der Welt, darunter die USA, China, England, Deutschland, Frankreich, Indien, Israel, Korea und Brasilien. In diesem Zusammenhang erklärte SOCAR-Präsident Rovnag Abdullayev, dass die Baku-Tbilisi-Ceyhan Pipeline eines der wichtigsten, größten und einzigartigsten Projekte für die Nutzung des aserbaidschanischen Öls im eurasischen Raum darstellt. So ist die BTC aus dem Blickwinkel der internationalen Energiesicherheit und einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Partnerstaaten von besonderer Bedeutung.
Die Hauptexportleitung transportiert aktuell 40.000 bis 50.000 Barrel turkmenisches Öl pro Tag nach Europa. Damit beträgt die jährliche Transportkapazität der BTC 60 Millionen Tonnen, so Abdullayev weiter.
Aserbaidschan fördert alternative Energiequellen
Im Rahmen der internationalen Konferenz „Aufbau von Beziehungen über Grenzen hinweg“ betonte Natig Abbasov, Vizeminister für Industrie und Energie, dass Aserbaidschan das Potential besitzt, eine Infrastruktur für regenerative Windenergie mit einer Kapazität von 1.500 bis 2.000 MW zu schaffen. Daneben könnten auch kleinere Wasserkraftwerke entstehen.
Heute exportiert Aserbaidschan pro Tag 750.000 bis 800.000 Barrel Öl und ist ein aktiver Partner bei der Schaffung eines Energiekorridors. In den nächsten Jahren soll auch der Gebrauch alternativer und erneuerbarer Energieressourcen intensiviert werden.
Internationales Pestizid-Forum in Gabala
Vom 7. bis 9. September fand in Gabala das 11. Internationale Pestizid-Forum statt, an dem 120 Experten aus 40 Ländern teilnahmen. Die Veranstaltung wurde vom Internationalen Pestizid Verband organisiert und behandelte als Kernthema den Status von Alt-Pestiziden in EECCA-Ländern.
Es wurden parallel zwei Panels durchgeführt. Panel 1 diskutierte persistente organische Stoffe und Pestizide sowie die verstärkten Forschungsbemühungen bei veralterten Pestiziden in Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien. Zu den Referenten zählten Experten aus Rumänien, Mazedonien, Weißrussland und Moldawien. In Panel 2 wurden das Management und die Zerstörung von persistenten organischen Stoffen erörtert.
Zum Abschluss des Forums wurde die Gabala-Erklärung verabschiedet.
Hotelgewerbe bereitet sich auf Eurovision 2012 vor
Im Vergleich zum letzten Jahr konnte die aserbaidschanische Tourismusbranche in der ersten Jahreshälfte ein Touristenplus von 9 Prozent verzeichnen. Dies erklärte Abdulfas Garayev, Minister für Kultur und Tourismus, gegenüber Journalisten.
In diesem Zusammenhang wurden auch die Bemühungen im Rahmen des Eurovision Song Contests 2012 thematisiert, der im kommenden Jahr in Baku ausgerichtet wird. So sollen verschiedene Angebotspakete geschnürt und neue Hotels erbaut werden. Die neuen Unterkünfte sollen insbesondere im Segment der 2- und 3-Sterne-Häuser entstehen, da davon auszugehen ist, dass insbesondere junge Leute das Musikfestival besuchen werden.
Internationale Baumesse in Baku
Vom 19. bis 22. Oktober wird im Bakuer Expo Center die 17. Internationale Baumesse „BakuBuild“ stattfinden. Gemeinschaftlich organisiert wird die Veranstaltung von der Iteca Caspian LLc und der ITE Group PLC mit Unterstützung des Katastrophenschutzministeriums, des Staatlichen Ausschusses für Städteplanung und Architektur sowie des aserbaidschanischen Architektenverbandes. Die Messe ist die größte dieser Art im kaspischen und kaukasischen Raum.
Bereits zwei Monate vor Eröffnung der „BakuBuild“ gaben die Organisatoren bekannt, dass bereits mehr als 90 Prozent der Ausstellungsfläche belegt sei. Angesichts der Tatsache, dass die Ausstellungsfläche in diesem Jahr um 40 Prozent erweitert worden war, ist die Auslastung ein Beleg für den Erfolg der „BakuBuild“. Die Messe präsentiert eine breite Palette an Bauausrüstungen und -materialien sowie Sanitärkeramik und vielem anderen, das zu einem großen Teil auf der Verwendung neuester Technologien basiert.
Zu den Ausstellern zählen über 300 Unternehmen aus Aserbaidschan, Griechenland, Korea, Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland, der Türkei, der Ukraine und zahlreichen anderen Staaten. Dabei ist die Türkei der größte Aussteller in diesem Jahr. Erfreulicherweise wird erstmals auch Portugal an einer aserbaidschanischen Messeveranstaltung teilnehmen.
Zeitgleich wird die Tochtermesse „Aqua-Therm Baku“ ausgerichtet. Diese 3. Internationale Ausstellung für Heizungen, Ventilatoren, Klimaanlagen, Wasserversorgung, Sanitär, Umwelttechnologie, Swimmingpools und erneuerbare Energien wird von der Iteca Caspian Llc, der Fin-mark Srl und der ITE Group PLC veranstaltet und präsentiert 60 internationale Unternehmen.
Im Rahmen der „BakuBuild“ findet auch die „Caspian MebelExpo 2011“ statt. Als 9. Internationale Messe für Möbel, Interieur und Design präsentiert sie die aktuellsten Trends und die Vielfältigkeit der regionalen Produkte. In ihrer Größe und Aktualität ist sie einzigartig im Kaukasus und im kaspischen Raum.
Unabhängig von der „BakuBuild“ wird parallel die 4. Internationale Kaspische Messe für Wachschutz und Sicherheit ausgerichtet.
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