• bild2.jpg
  • bild1.jpg
  • bild4.jpg
Deutsch-Aserbaidschanische Politische Konsultationen

Der stellvertretende Außenminister der Republik Aserbaidschan Khalaf Khalafov hielt sich am 12.03.2013 zu einem Arbeitsbesuch bezüglich der nächsten bilateralen politischen Konsultationen in Deutschland auf. Im Gespräch mit der Staatsministerin im Auswärtigen Amt Frau Cornelia Pieper haben die beiden über das heutige Niveau und Ausbaupotenzial der vielfältigen deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen diskutiert. Für den intensiven Austausch zwischen beiden Ländern wurden u. a. die stabilisierende Rolle Aserbaidschans in der Region und seine energiepolitische Bedeutung für Europa betont. Die Realisierung des „Südlichen Gaskorridors“ sei im gemeinsamen Interesse der Europäischen Union und Aserbaidschans, ebenso der gesamten Region, so Vize-Außenminister Khalafov. Aserbaidschan leiste mit seiner bedeutenden geographischen Lage einen enormen Beitrag zum Ausbau der Energie-, Transport und Kommunikationswege zwischen Europa und Asien bei.
Die Gesprächspartner tauschten sich auch über den Berg-Karabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan aus. Khalaf Khalafov unterstrich, dass die Rückgabe der völkerrechtswidrig besetzten aserbaidschanischen Gebiete um die Region Berg-Karabach für die Konfliktlösung entscheidend ist. Die Staatsministerin und der Vize-Außenminister waren einig, dass die Erhöhung der Rolle der EU bei der Konfliktlösung wichtig ist. 

 
Aserbaidschan präsentierte sich mit umfangreichem Programm bei der ITB 2013

Als Kultur- und Kongresspartner der  ITB 2013 war Aserbaidschan vom 5. bis 9. März mit drei Ständen auf der weltgrößten Tourismusmesse in Berlin vertreten. Neben dem Hauptstand, an dem 15 Aussteller ihre Produkte und Regionen präsentierten, war Aserbaidschan auch im Silk Road Pavillon vertreten,  der sich den Ländern und Regionen entlang der bekannten Seidenstraße widmet. Am Hauptstand konnten Besucher bei traditionellen Tanzvorführungen sowie Kostproben lokaler Spezialitäten ein Stück aserbaidschanische Kultur erleben.
Darüber hinaus war Aserbaidschan Mitveranstalter des ITB Berlin Kongresses, bei dem der aserbaidschanische Kultur- und Tourismusminister Abulfaz Garayev die vielfältigen Sehenswürdigkeiten des Landes vorstellte und über die beeindruckende Entwicklung des aserbaidschanischen Tourismussektors sprach:  „Wir haben in den vergangen zehn Jahren sehr viel getan. Sie finden heute in jeder Region Unterkünfte auf Drei- bis Fünf-Sterne-Niveau, wo Sie vor einiger Zeit noch ohne Elektrizität, Toilette und fließend Wasser übernachteten“, sagte Garayev.
Auch bei der Podiumsdiskussion während des ITB Destination Day wurden die zukünftige Entwicklung sowie die kulturelle und landschaftliche Diversität des Landes thematisiert. Neben Minister Garayev diskutierten auch der ehemalige deutsche Nationaltrainer Berti Vogts, der heute Trainer von Aserbaidschans Nationalelf ist, Anja Habersetzer, Area Manager Aserbaidschan bei Studiosus Reisen und Gila Altmann, parlamentarische Staatssekretärin a.D. und Regierungsberaterin Aserbaidschans. Während Anja Habersetzter vor allem die rasante Entwicklung Aserbaidschans lobte, hob Berti Voigts die Gastfreundschaft im Land hervor: „Bevor man sitzt, hält man schon einen Tee und ein Stück Obst in der Hand. Ist man nach Hause eingeladen, geben sie einem das Gefühl, ein Teil der Familie zu sein. Diese innere Freundlichkeit ist beeindruckend - und für die Menschen dort gar nichts Besonderes.“
Für weitere Informationen über das Reiseziel Aserbaidschan empfehlen wir diese (http://www.tvb.de/newsmeldung/datum/2013/03/11/itb-berlin-2013-spezial-aserbaidschan.html) Beiträge.

 
Bundestagsabgeordnete fordern mehr Engagement Deutschlands und der EU bei der Beilegung des Berg-Karabach-Konflikts

Berlin, 25.02.2013 – Anlässlich des 21. Jahrestags der Tragödie von Chodschali lud das Deutsch-Aserbaidschanische Forum in Kooperation mit der Botschaft der Republik Aserbaidschan am 18. Februar in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft in Berlin ein.

Über 150 Gäste, darunter 15 Bundestagsabgeordnete, kamen zu der Veranstaltung, bei der hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft über die Stabilität und Sicherheit im Südkaukasus und die Perspektiven der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen diskutierten.

Dem Anlass entsprechend stand dabei insbesondere der Konflikt um die Region Berg-Karabach im Vordergrund. In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1992 griffen armenische Streifkräfte die Stadt Chodschali an. 613 Aserbaidschaner kamen dabei ums Leben, darunter 106 Frauen und 83
Kinder. Seitdem sind 20 Prozent des aserbaidschanischen Staatsgebiets von Armenien besetzt. Rund eine Million Aserbaidschaner wurden bis heute aus ihrer Heimat vertrieben. Trotz der Resolutionen und Beschlüsse des UN-Sicherheitsrats, der EU und weiterer internationaler
Institutionen, werden die Forderungen nach dem Abzug der Militäreinheiten Armeniens bis zum heutigen Tag nicht erfüllt.

Neben Otto Hauser, Honorarkonsul der Republik Aserbaidschan und Parlamentarischer Staatssekretär a.D., betonte auch der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Eduard Oswald, sein Mitgefühl mit Aserbaidschan. So sagte Oswald: „Dieses Trauma zu überwinden wird die Kraft
von Generationen kosten. Deutschland und der Deutsche Bundestag sind sich der schwierigen Situation, in der sich Aserbaidschan befindet, bewusst, und es besteht ein großer Wunsch zur Lösung dieses dauerhaften Konflikts.“

In seiner Rede betonte Parviz Shabahzov, Botschafter der Republik Aserbaidschan, die Relevanz des Berg-Karabach-Konflikts für Aserbaidschan und die EU: „Es bleibt unser größtes außenpolitisches Ziel, die völkerrechtswidrige Okkupation von Berg-Karabach und sieben anderen
aserbaidschanischen Gebieten zu beenden und unseren vertriebenen Landsleuten die Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen.“ Der Konflikt gefährde „die gesamte europäische Sicherheitsarchitektur“. „Trotz der schweren Lasten des Konflikt, hat Aserbaidschan einen weiten,
erfolgreichen Weg zurückgelegt“, sagte Shabazov weiter.

Sowohl die Redner als auch die Teilnehmer der anschließenden Podiumsdiskussion hoben die sicherheits-, wirtschafts- und geopolitische Bedeutung Aserbaidschans für Deutschland und die EU hervor. „Die Stabilität im Südkaukasus liegt auch in unserem Interesse“, versicherte Philipp
Mißfelder, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Aserbaidschan fungiert als Stabilisator im Südkaukasus, ist Deutschlands wichtigster Handelspartner im Südkaukasus und hat sich eine zentrale Stellung in der europäischen Energieversorgung erarbeitet.

Alle Podiumsteilnehmer sprachen sich für eine stärkere Rolle der EU bei der Lösung des Berg-Karabach-Konflikts aus. Dies sei insbesondere deshalb wichtig, da die Minsker Gruppe in ihrer heutigen Form nicht effizient genug sei, wie unter anderem Philipp Mißfelder feststellte. So forderte
Dr. Rainer Stinner, Vorsitzender des Arbeitskreises Internationale Politik der FDP, sowohl die EU als auch die OSZE dazu auf, in der Minsk-Gruppe „deutlich aktivere Akzente“ zu setzen. Eine Lösung könne nur durch „stärkere Einflussnahme von außen“ erreicht werden. Auch Eduard
Oswald und der SPD Abgeordnete Johannes Kahrs schlossen sich dieser Forderung an. So sagte Kahrs: „Die Integrität des Staates Aserbaidschan darf nicht infrage gestellt werden. Es muss geprüft werden, ob die EU sich stärker einbringt um die Minsker Gruppe positiv nach vorne zu
bringen“.

Es wurde deutlich, dass alle Beteiligten gemeinsam versuchen müssen, eine friedliche Lösung des Berg-Karabach-Konflikts herbeizuführen. Leider trüge die von Armenien geplante Inbetriebnahme des Chodschali-Flughafens zu einer „Verfestigung oder sogar Verschlechterung des Status Quo“
bei, bemerkte Philipp Mißfelder. „Damit wird eine rote Linie überschritten“. Dennoch kann ein verstärktes Engagement Deutschlands zu einer friedlichen Konfliktlösung beitragen: „Wir glauben, dass die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft Armenien davon überzeugen kann, dass die Besetzung und Unterdrückung kein politisches Rezept für die Zukunft ist“, betonte Shahbazov. 


















 
Botschafter vor dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestags zeigt die touristischen Potenziale Aserbaidschans auf

Anlässlich der Kultur- und Kongresspartnerschaft der Internationalen Tourismusbörse ITB 2013 in Berlin, war der Botschafter der Republik Aserbaidschan, Parviz Shahbazov, zu einer Sitzung des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestags eingeladen.
In der Sitzung am 20. Februar 2013 sprach Shahbazov über die aktuelle Entwicklung des Tourismussektors in Aserbaidschan und gab Einblicke in die vielfältigen touristischen Sehenswürdigkeiten seines Landes.
Das große kulturgeschichtliche Erbe, die artenreiche Flora und Fauna sowie die facettenreichen Naturlandschaften, die von Halbwüsten über Meeresküsten bis hin zu Hochgebirgswäldern reichen, machten Aserbaidschan zu einem einzigartigen Reiseziel, so Shahbazov. Zudem zählte neben den über 10.000 Jahre alten Felszeichnungen von Gobustan auch die Innenstadt von Baku mit dem Palast der Schirwanschahs und dem Jungfrauenturm zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Insgesamt habe die politische Stabilität und die gute wirtschaftliche Entwicklung Aserbaidschans in den letzten Jahren zu einem Aufschwung des Tourismussektors geführt: alle großen internationalen Hotelketten seien inzwischen vertreten und Ferienorte entwickelten sich kontinuierlich weiter, so Shabahzov. Dies sei nicht zuletzt der steigenden Bekanntheit Aserbaidschans durch die Ausrichtung internationaler Großveranstaltungen, wie dem Eurovision Song Contestes 2012 oder der FIFA U17-Weltmeisterschaft im Frauenfußball zu verdanken. Auch zahlreiche staatliche Maßnahmen zur Förderung des Tourismus, u.a. die Gründung eines Ministeriums für diesen Bereich, hätten viel zum Aufschwung beigetragen. Die Zahl der Unternehmen, die in der Tourismusbranche tätig sind, wachse kontinuierlich.
Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Mitglieder des Tourismusausschusses gemeinsam mit dem Botschafter über die Zukunft des Tourismus und die deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen. Darüber hinaus wurde auch gesprochen, dass die Fortsetzung der Okkupation von 20 % des aserbaidschanischen Staatsterritoriums  die Entwicklung der Tourismusbranche des Landes verhindert.

 
Wirtschaftstag Aserbaidschan

Am 29.Januar fand in Dresden der Wirtschaftstag Aserbaidschan” statt, organisiert von der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Aserbaidschan und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden. An der Veranstaltung zum Thema “Ein Land auf Erfolgskurs” nahmen Vertreter von ca. 50 Unternehmen teil, darunter eine große Anzahl von Firmen, die bereits in Aserbaidschan aktiv sind sowie von solchen, die diesen Schritt noch planen. 
Der Geschäftsführer der IHK Dresden, Wolfram Schnelle, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. In seiner Rede hob er die Bedeutung von Aserbaidschan für Deutschland sowie das zunehmende Interesse deutscher Unternehmer an dem Land hervor.
Der Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland, Parviz Shahbazov, wies in seiner Ansprache auf die starke Entwicklung von Wirtschaftsbeziehungen zwischen Aserbaidschan und Deutschland hin. Deren hohe Dynamik belegte er mit konkreten Zahlen. Der Botschafter berichtete ebenso über die wirtschaftliche Entwicklung von Aserbaidschan und nannte die erzielten Fortschritte.
Anschließend hielten die Vertreter  von wirtschaftlichen Institutionen, die an den deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen beteilitgt sind, Präsentationen zu verschiedenen Themen. Florian Schröder, Geschäftsführer der AHK Aserbaidschan, berichtete in seinem Vortrag über die Potenziale für kleine und mittlere Unternehmen in der aserbaidschanischen Wirtschaft.
Bemerkenswert waren vor allem die Einschätzungen der deutschen Referenten, die viele positive Anzeichen für die starke Entwicklung der aserbaidschanischen Wirtschaft und die Perspektiven der Kooperation zwischen den beiden Ländern sahen. Die anwesenden Unternehmensvertreter haben diese Gelegenheit auch genutzt, um ihre Erfahungen auszutauschen und über Investitions- und Finanzierungsfragen zu diskutieren.



 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 1 von 14
Copyright © 2013 azembassy.de. Alle Rechte vorbehalten.